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Mediation und Wiedergutmachung

In unserer Schule haben wir das Prinzip der Mediation und Wiedergutmachung als soziale Grundeinstellung eingeführt. Für alle Konflikte, die über die Ebene des Klassenlehrers hinausgehen, gibt es die Möglichkeit sich einen Mediator zu suchen und dessen Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei unterscheiden wir natürlich in Fälle, für die eine normale Mediation (Schlichtung) ausreichend ist, und schwerere Konflikte, bei denen die Schuldfrage geklärt ist, die mit Hilfe des Prinzips der Wiedergutmachung weiter bearbeitet werden.

  1. Mediation: In regelmäßigen Abständen besuchen die Streitschlichter die Klassen und sprechen über das Thema Streiten, Schlichten, sich vertragen. Darauf aufbauend werden dann auch immer die einzelnen Schritte einer Mediation nochmals durchgesprochen:
    - Bekanntgabe der Regeln (Ausreden lassen, keine Schimpfworte, keine
    Gewalt)
    - Darstellen der gegenseitigen Sichtweisen mit anschließender Rückfrage
    zum Verständnis und Versuch sich auf eine Version zu einigen.
    - Herausarbeiten einer gemeinsamen Lösung (Win-Win-Lösung)
    - Schriftliches Festlegen des Ergebnisses und eventueller weiterer
    Schritte.
    Z.Z. arbeiten wir mit Lehrern als Mediatoren und beabsichtigen ab dem nächsten Schuljahr Schüler als Mentoren mit einzubeziehen.
  2. Wiedergutmachung: Da wir eine Kinder- und Jugendhilfemaßnahme sind, haben wir uns entschlossen, anstatt des üblichen Begriff Täter - Opfer - Ausgleich Wiedergutmachung zu verwenden. Gemeint ist damit das Gleiche. Sobald sich bei einem Konflikt herausstellt, dass die Schuldfrage eindeutig auf einer Seite zu suchen ist, muss der Mediator natürlich die Position der Neutralität aufgeben, und Partei für den Geschädigten ergreifen. Es geht dann darum in welcher Art und Weise die Tat wieder gut gemacht werden kann. Wenn der Täter damit einverstanden ist und seiner Verpflichtung nachkommt, ist damit der Prozess abgeschlossen. Wenn nicht müssen die weiteren Schritte an den Klassenlehrer oder die Schulleitung übergeben werden.

Wichtig sowohl bei der Mediation wie auch bei der Wiedergutmachung ist die Wahrung eines rituellen Rahmens. Die Regeln müssen eingehalten werden und das Verfahren wird protokolliert und von beiden Seiten unterschrieben. Das hebt die Besonderheit des Prozesses hervor und verleiht dem Ergebnis größere Wichtigkeit über den Moment hinaus

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